Die aufregende Welt des Skitourengehens
Warum Skitourengehen?
Das Skitourengehen hat im Vergleich zum Alpinskilauf mehrere Vorteile, die sowohl physischer als auch mentaler Natur sind. Skitouren fordern ein komplettes, ausgeglichenes körperliches Training, denn es geht nicht nur bergab, sondern auch bergauf, was die Ausdauer und die Kraft des Herz-Kreislauf-Systems verbessert. Außerdem kann man beim Skitourengehen die überfüllten Skipisten meiden und ein einsameres und ruhigeres Naturerlebnis genießen. Der anspruchsvolle Aufstieg und die Notwendigkeit, auf unpräpariertem Gelände abzufahren, machen diese Sportart besonders lohnend, wenn es darum geht, sich selbst herauszufordern und die eigenen Grenzen zu überwinden und deshalb neue Erfahrungen und Abenteuer zu erleben. Skitourengeher haben die Möglichkeit, ihre eigenen Wege zu gehen und neue Gebiete zu erkunden, die nicht über Skilifte erreichbar sind.
Ausrüstung für das Skitourengehen
Die benötigte Ausrüstung variiert je nach Erfahrungsstufe und Geländebeschaffenheit. Hier eine Liste der von SPORTLER empfohlenen Ausrüstung für Anfänger und Fortgeschrittene beim Skitourengehen:
Skitouring Einsteigerniveau:
➤ Tourenski: leichte, ausgeglichene Skier, die sich für Aufstieg und Abfahrt gleichermaßen eignen. Für Fortgeschrittene leichtere und speziellere Skier für technische Bedingungen.
➤ Skitourenbindung: leichte und verstellbare Bindungen, die für den Aufstieg eine nur vorderseitige Fixierung des Schuhes in der Bindung ermöglichen und für die Abfahrt eine vollständige Fixierung bieten.
➤ Skitourenschuhe: leichte, bequeme Schuhe Skischuhe, die mit Skitourenbindungen kompatibel sind. Erfahrene Skitourengeher bevorzugen steifere Schuhe, um bei technisch schwierigen Abfahrten eine höhere Stabilität zu erlangen.
➤ Steigfelle: synthetische Felle, die an der Unterseite der Skier angebracht werden, um die Traktion während des Aufstiegs zu verbessern.
➤ Verstellbare Skistöcke: leichte, längenverstellbare Stöcke für zusätzlichen Halt beim Aufstieg.
➤ Funktionsbekleidung: Thermoschichten, wasserdichte und atmungsaktive Jacke und Hose, Handschuhe und Mütze. Zusätzliche technische Schichten werden empfohlen, um sich an extremere Wetterbedingungen anzupassen.
➤ Sicherheitsausrüstung: LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät), Schaufel und Sonde.
➤ Skitourenrucksack: leichter und geräumiger Rucksack mit Skibefestigungssystem.
➤ Skitourenhelm: Kopfschutz für den Aufstieg und vor allem für die Abfahrt.
Für erfahrenere Skitourengeher, die Leistung am Limit suchen, empfehlen wir:
➤ Premium Skitourenbindung: leichtere und technischere Bindungen.
➤ Harscheisen: Skiaufsatz, der unter der Bindung fixiert wird, zur Verbesserung der Traktion und Sicherheit beim Aufstieg in eisigem oder steilem Gelände.
➤ Trinkblase: um die Flüssigkeitszufuhr während der Aktivität zu gewährleisten.
➤ Navigationsgeräte: GPS, Höhenmesser oder Uhr mit Outdoor Funktionen.
➤ Lawinenschaufel: kompakte, leicht zu transportierende Schaufel zur Ergänzung der Sicherheitsausrüstung.
Unabhängig von der Erfahrung ist es wichtig, sich grundlegende Kenntnisse in den Bereichen Risikoeinschätzung, Sicherheit sowie Ski- und Alpintechniken anzueignen, bevor man sich auf eine Skitour begibt.
Lass‘ dich von einem Experten oder einem Skitourenlehrer beraten, der zu deinen Bedürfnissen und sportlichen Ziele passt.
Sicherheit geht vor
Die Sicherheit muss besonders bei Outdoor-Sportarten hoch angesetzt werden. Viele Risikosituationen können allerdings bei guter Vorbereitung und Ausrüstung, vermieden werden. Wir erinnern, dass bei einer Skitour in unbefestigten Gelände immer ein LVS-Set mitgenommen werden muss. Der Einsatz sollte allerdings geübt werden, da es im Unglücksfall sehr schnell gehen muss, um Leben zu retten. Mehr zu diesem Thema gibt es in der Story in Zusammenarbeit mit Ortovox zu lesen, in dem detailliert erklärt wird, welche Ausrüstung wie eingesetzt werden soll.